Skip to content

Juni 16, 2016

[Regio.liste] Berichte zu Kraftwerksgespräch Biblis

Posteingang
x

Abaluton abaluton@riseup.net über atomkraftende.de 

11. Juni (vor 5 Tagen)

an atomkraftENDE..

Biblis plant über 2080 hinaus

Von 

Der Abbau von Block A soll 2018 beginnen.  Foto: dpa

Das Gelände des Atomkraftwerks wird noch für Jahrzehnte als Atommüll-Lager gebraucht. Der Bürgermeister von Biblis, Felix Kusicka, geht davon aus, dass der Standort noch über 2080 hinaus in Betrieb bleibt.

Nukleares Material wird noch für viele Jahrzehnte auf dem Gelände von Atomkraftwerken wie Biblis lagern. Zugleich werden dort noch genau so lange viele Beschäftigte benötigt. Der Hauptgrund: In Deutschland fehlt ein Endlager. Das ist beim Kraftwerksgespräch in Biblis deutlich geworden, zu der die Betreiberfirma RWE am Donnerstagabend eingeladen hatte.

Der Bürgermeister von Biblis, Felix Kusicka (CDU), geht davon aus, dass der Standort noch länger als bis 2080 in Betrieb bleibt. Kraftwerksleiter Horst Kemmeter macht politische Entscheidungen dafür verantwortlich. „Gorleben ist aus politischen Gründen ad acta gelegt worden“, sagte Kemmeter vor rund 60 Zuhörern. „Das ist ganz klar Aufgabe der Politik, für das Lager zu sorgen.“

Wie groß die Verzögerung werden könnte, machte Volker Utke deutlich. Der Gast des Abends leitet das Atomkraftwerk Lubmin bei Greifswald, das 1990 stillgelegt wurde, mehr als 20 Jahre vor Biblis. Dort sind bis 2006 alle Brennstäbe aus den fünf Reaktoren entfernt worden. Der Rückbau sollte bis 2012 abgeschlossen werden, was nun deutlich länger dauert.

Rückbau dauert 15 Jahre

Zahlreiche Atommüll-Behälter lagern auf dem Gelände. „Wir gehen davon aus, dass die nicht vor 2080 verschwunden sein werden“, sagte Utke mit Blick auf die andauernde Standort-Suche für ein bundesweites Atommüll-Endlager. Lubmin werde nach seiner Einschätzung „noch bis zur Jahrhundertwende“ Kraftwerks-Standort bleiben. Inzwischen würden dort auch wieder Strahlenschutz-Fachleute ausgebildet, berichtete Utke in Biblis.

Bürgermeister Kusicka geht von einer noch längeren Nutzung des südhessischen Kraftwerksgeländes als Atommüll-Zwischenlager aus. „Ich bezweifele, dass wir es bis 2080 schaffen“, sagte er.

Im mecklenburg-vorpommerschen Greifswald wird inzwischen wieder Personal eingestellt. Biblis baut dagegen zunächst weiter Leute ab, wie Kemmeter berichtete. Im Jahr 2010 hätten noch 670 Leute dort gearbeitet. Derzeit seien es 361. Von den mehr als 300 früheren Beschäftigten habe man sich „sozialverträglich“ getrennt oder sie in anderen Werken von RWE untergebracht. Dafür gab es Lob vom Betriebsratsvorsitzenden Reinhold Gispert.

„Rückbau ist nicht eine Sache von einigen Jahren“, betonte Kemmeter. In Biblis soll der Abbau von Block A zwischen 2018 und 2020 beginnen. Block B soll zwei Jahre später folgen. Innerhalb von 15 Jahren wolle man fertig werden – also in den 2030er Jahren. Er sei „zuversichtlich, bis Ende des Jahres die erste Rückbaugenehmigung für Block A in Händen zu halten und kurz darauf für Block B“, sagte der Kraftwerksleiter.

BUND klagt

Neben dem Lager für Castoren mit hoch radioaktivem Abfall soll in Biblis auch eine 100 Meter lange und 28 Meter breite Halle gebaut werden, um schwach und mittelradioaktiven Müll aufzubewahren. Inzwischen liege dafür sowohl die Baugenehmigung als auch die atomrechtliche Genehmigung vor, berichtete Kemmeter. Die Fertigstellung sei für 2018 geplant, könne sich aber auch verzögern. Die Umweltschutzorganisation BUND habe Klage eingereicht.

Darüber zeigte sich Ulrich Schäfer vom Baukonzern Hochtief „ein bisschen geschockt“. Angesichts des Umsatzeinbruchs und der Unwägbarkeiten könne es sein, „dass sich der Konzern aus der ganzen Thematik zurückzieht“, kündigte er zum Bedauern von Kraftwerkschef Kemmeter an.

http://www.fr-online.de/rhein-main/atomkraftwerk-biblis-plant-ueber-2080-hinaus,1472796,34346710.html

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Biblis10.06.2016

Zukunft ohne Atommüll liegt in weiter Ferne

Von Regine HerrmannKraftwerksgespräch Auch nach dem Abbau in Biblis bleibt die Frage: Wohin mit den Castoren?

BIBLIS – Der Abbau des Atomkraftwerks Biblis wird bis ins übernächste Jahrzehnt dauern. Er könnte 2017 beginnen, man plane dafür etwa 15 Jahre ein, „mindestens bis 2032“, sagte Leiter Horst Kemmeter beim Kraftwerksgespräch vor rund 60 Zuhörern.

Zurzeit werden Castoren mit abgebrannten Brennelementen aus Block A beladen, er soll bis Ende 2016 brennelementefrei sein. Block B soll bis Mitte 2018 folgen. Insgesamt werden dann 103 Castoren mit hoch radioaktivem Material im Standortzwischenlager sein.

Bisher liege alles im Zeitplan, sagte Kemmeter, bis Ende 2016 rechne man mit einer ersten Genehmigung des hessischen Umweltministeriums für den Abbau von Block A. Die beiden Meiler in Biblis waren 2011 nach der Atomkatastrophe von Fukushima vom Netz genommen worden, ein Jahr später hatte Betreiber RWE angekündigt, das Atomkraftwerk werde abgebaut.

Der Vortrag von Volker Utke, Leiter des Atomkraftwerks Lubmin, machte klar, dass der Abriss auch viel länger dauern kann. Das Atomkraftwerk bei Greifswald war schon 1990 stillgelegt worden, 2006 waren alle Reaktoren brennelementefrei, 2012 sollte der Rückbau abgeschlossen sein. Das verzögerte sich erheblich, jetzt ist von 2028 die Rede. „Ein ambitionierter Zeitplan“, wie Utke anmerkte. Eine weitere Verzögerung in Biblis könnte sich ergeben, weil der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland im Mai gegen ein neues Lager geklagt hat, in dem schwach- und mittelradioaktiver Abfall deponiert werden soll. Die Genehmigung des Umweltministeriums hatte Kraftwerksbetreiber RWE im April bekommen.

Bis in Biblis gar kein Atommüll mehr lagert, werden Jahrzehnte vergehen. Noch immer gibt es nämlich in Deutschland kein Endlager. Dafür zu sorgen „ist ganz klar Aufgabe der Politik“, sagte Kemmeter. Für den schwach- und mittelradioaktiven Müll, der beim Abbau anfällt, ist Schacht Konrad in Salzgitter im Gespräch.

Der Bibliser Bürgermeister Felix Kusicka (CDU) geht davon aus, dass das Zwischenlager in Biblis noch lange Bestand haben wird. In Lubmin ist angepeilt, bis 2080 castorenfrei zu sein. Er bezweifle, dass das auch am Standort Biblis zu schaffen sei, sagte Kusicka.

http://www.echo-online.de/lokales/bergstrasse/biblis/zukunft-ohne-atommuell-liegt-in-weiter-ferne_16978169.htm

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

AKW Biblis: Abbau im Zeitplan

Der Abbau des stillgelegten Atomkraftwerks Biblis in Südhessen liegt im Zeitplan. Der Betreiber RWE rechnet damit, bald die erste Genehmigung des hessischen Umweltministeriums zu erhalten.
„Bis Ende des Jahres dürften wir sie in den Händen haben“, sagte Kraftwerks-Leiter Horst Kemmeter in Biblis. Das Ministerium teilte mit, der Ablauf könne wie geplant eingehalten werden. Die beiden Reaktoren waren 2011 nach der Atomkatastrophe von Fukushima stillgelegt worden. Für den Abbau werden 15 Jahre veranschlagt. Die Arbeiten könnten 2017 beginnen.
Die abgebrannten Brennelemente kommen in Castor-Behälter, die auf dem Gelände des Kraftwerkes in einem bis 2046 genehmigten Zwischenlager untergebracht werden. Nach einem bundesweiten Endlager wird gesucht.
In dem Standortzwischenlager ist Platz für 135 Castoren. Im Dezember 2015 startete das Vorhaben, Behälter mit abgebrannten Brennelementen aus Block A zu beladen. 51 Castoren mit früherem Material gab es bereits, bisher kamen 14 neue hinzu. Wenn dann Block B 2018 brennstofffrei ist, wären es nach Angaben eines RWE-Sprechers
insgesamt 103 Behälter. Der Platz dürfte nicht ganz gebraucht werden.
Auch die schwach- und mittelradioaktiven Abfälle bleiben erst einmal auf dem Kraftwerksgelände. Für eine Endlagerung ist der Schacht Konrad in Salzgitter geplant. Dieser dürfte nach Einschätzung von Kemmeter „frühestens Ende 2022 zur Verfügung stehen“. dpa/feh

http://www.rnf.de/akw-biblis-abbau-im-zeitplan-109252/

_______________________________________________
Regio.liste Mailingliste
JPBerlin – Politischer Provider
Regio.liste@atomkraftende.de
https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/regio.liste

Die Montagsbewegung fragt sich: „Wer interessiert sich noch für das Grundrecht der Unversehrtheit (Naturschutzgebiet/ Körperschaftsrechte) ???
Danke für das Mitteilen und weiterverbreiten + aktivieren, Grußchen (sonnige) von Francy
Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: